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Girls Day 2019 – Jung, selbstbewusst und kreativ.

Über 80 Schülerinnen aus Darmstadt-Dieburg waren Cheffin am Girls' Day

 

Beim diesjährigen Girls´ Day am 28. März luden  zum ersten Mal drei Vorbildunternehmerinnen aus Hessen in die IHK Darmstadt ein, um Lust auf einen eher untypischen Beruf anlässlich des Aktionstages zu machen: Unternehmerin.

Über 80 Schülerinnen der verschiedensten Nationen aus Darmstadt-Dieburg waren mit viel Engagement, Kreativität und Selbstbewusstsein dabei, als sie ihr eigenes Unternehmen entwickelten und vor großer Runde vermarkteten.

Innerhalb kürzester Zeit schüttelten die Mädchen im Alter von zehn bis 21 über 13 spannende Geschäftsideen aus dem Ärmel. Die drei Unternehmerinnen Barbara Eichelmann-Klebl aus Darmstadt, Nuray Güler aus Frankfurt und Ober-Ramstadt sowie unsere Chefin Vanessa Weber aus Aschaffenburg sind Vorbildunternehmerinnen von der Initiative „FRAUEN unternehmen“, die 2014 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ins Leben gerufen wurde. 

Die Initiative war bundesweit mit mehr als 40 Vorbild-Unternehmerinnen am Girls’ Day aktiv. Insgesamt wurden dadurch über 350 Mädchen erreicht.

Weitere Informationen: www.frauen-unternehmen-initiative.de

Feuerwehr, Polizei, Forschungslabor, Werkstatt – beim jährlichen Girls´ Day erleben diese Bereiche Hochkonjunktur bei Schülerinnen. Der Berufszweig Unternehmerin wird dabei oft unterschätzt oder gar nicht erst wahrgenommen.

„Der Girls‘ Day soll Mut machen zu eher untypischen beruflichen Entscheidungen. Und das sind nicht nur die technischen Berufe“, so Julia Beer von der Geschäftsstelle "FRAUEN unternehmen" mit Sitz in Dortmund. „Noch immer werden nur etwa ein Drittel aller Unternehmen in Deutschland von einer Frau geführt.

Es lohnt sich also Interesse zu wecken für die berufliche Selbstständigkeit. Am Überzeugendsten tun das die Frauen, die selbst erfolgreich ihre eigenen Geschäfte führen“, so Julia Beer weiter.

So begrüßten in Darmstadt die Vorbildunternehmerinnen Barbara Eichelmann-Klebl, Inhaberin der be! Unternehmerberatung aus Darmstadt, Nuray Güler, Inhaberin der primo PR Agentur aus Frankfurt am Main und Ober-Ramstadt sowie Vanessa  Weber, Inhaberin von Werkzeug Weber aus Aschaffenburg über 80 Schülerinnen zur fünfstündigen interaktiven Veranstaltung „Meine eigene Chefin sein“, die von der IHK Darmstadt gebührend unterstützt wurde.

Nachhaltigkeit und individuelle Selbstgestaltung im Fokus

Die Mädchen lernten die Chefinnen hautnah kennen und durften alles fragen. Sie schlüpften selbst in die Chefinnen-Rolle, diskutierten über Geld und Wirtschaft und sprudelten vor Kreativität.

Über die Hälfte der Mädchen kam allein zum Event, während der Rest sich mit Mitschülerinnen angemeldet hatte. Dabei waren Darmstadt und die Landkreise je zur Hälfte gebührend vertreten. Aufgeteilt in 13 Gruppen zu je sechs Mädchen entwickelten sie gemeinsam eigene Unternehmensideen und präsentierten ihre Vorschläge zu Standort, Sales und Vermarktung vor großer Runde.

Dabei waren Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung dominierende Themen, unter anderem bei der Idee einer Alternative zu Plastik-Verpackungen aus Gemüseresten und Sägespänen oder eines Imbiss-Wagens mit laktose- und glutenfreien Lebensmitteln.

Um individuelle Selbstgestaltung ging es bei der Idee @pimpyourshoesup, bei der Schuhe und Sneaker mit Stiften, Sprays, Schablonen, Stoffen und viel mehr im Shop sowie online selbst personalisiert werden können, um das kreative Ich hervorzuheben.

Der Instagram-Account wurde dabei auch gleich eingerichtet und dafür sofort Werbung gemacht. „Wir haben viele Inspirationen für die Zukunft bekommen“, so Beyza aus der 9. Klasse. „Unternehmerin zu sein? Ja warum nicht, aber zuerst wird die Schule fertig gemacht“, war sich Ida aus der 6. Klasse sicher.

Noch mehr Girl-Power in 2020 geplant

„Wir waren von den Anmeldezahlen überwältigt. Super, dass die Mädchen die Selbständigkeit als eine Option für ihren Berufsweg sehen.

Mir hat heute besonders gut gefallen, mit wieviel Elan die Schülerinnen ihre Gründungsideen entwickelt haben.“, so Barbara Eichelmann-Klebl, die seit 2002 mit ihrer Unternehmensberatung aktiv ist und insbesondere die Themen- und Zeitautonomie in ihrer Selbständigkeit schätzt.

„Ich fand die bunte Mischung der Schülerinnen klasse und wie respektvoll Sie miteinander interagiert haben. Das zeigt, dass Unternehmertum keine Grenzen kennt und Unabhängigkeit Spaß machen kann“, so Nuray Güler von der PR-Agentur primo PR aus Frankfurt und Ober-Ramstadt, die sich bereits im achten Unternehmensjahr auf Tourismus- und Lifestyle-PR konzentriert.

„Es macht Freude, junge Menschen für Unternehmertum zu begeistern. Wir brauchen mehr Menschen, die etwas wagen. Und wir brauchen mehr weibliche Unternehmerinnen. Dazu leiste ich gerne einen Beitrag, gerade weil ich aus dem Handwerk komme und mich in einer Männerdomäne behaupte“, so Vanessa Weber von der Firma Werkzeug Weber aus Aschaffenburg, die mit 22 Jahren das Unternehmen ihrer Eltern übernahm und erfolgreich etablierte. Alle drei Unternehmerinnen waren sich einig: „Mädchen können führen! Wir kommen nächstes Jahr wieder, um noch mehr Girl-Power in Hessen zu zeigen“.